gesundes Zusammenlebens von Mensch und Natur

 

 

 

Schnitterfest – Lugnasad/Lammas

 

Ernte-Dank

 

Samstag, 28. Juli 2018

 

Die Nächte werden wieder länger. Eine Ahnung lässt uns spüren, dass die dunkle Zeit wieder kommen wird. Die Göttin verwandelt sich erneut, sie ist weiser und reifer geworden. Tief in ihr spürt sie, dass es Zeit wird, sich von der Frucht zu trennen, welche sie in sich trägt. Weise entscheidet sie auch, welche Früchte noch einen letzten Sonneneinschuss brauchen, um ganz reif und süss zu werden, um vollkommen zu werden. Liebevoll schneidet sie ihre Ernte, trennt mit ihrer Sichel das Irdische vom Nicht-Irdischen, löst so die Grenzen von Materie und Geist auf. Liebevoll trägt sie ihre Ernte nach Hause, im Herzen demütig, dankbar und wissend, dass sich auch ihr geliebter Sonnengott von ihr verabschieden wird.

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Ein Blick zurück - Januar und Februar 2018

 

Im Sturm der Emotionen

Still sitze ich am Feuer, in mir eine tiefe Dankbarkeit. Die ersten beiden Monate in diesem Jahr waren stürmisch - in jeder Hinsicht berührend, aufrüttelnd, auch konfrontierend. 

Der Sturm am Anfang vom Jahr brachte uns ganz nah zusammen, konfrontierte uns mit Angst und Unbehagen, Enge und Loslassen. Das Land, die Bäume, der Stall, das Haus, alles hielt dem Sturm stand. Wie eine Vorahnung, auf das, was uns in unseren kleinen Seelenlandschaften erwarten würde, fegte dieser Sturm übers Land. 

Das Leben forderte uns auf allen Ebenen, die Spannung im Haus war spürbar. Konflikte, Missverständnisse, Unfälle waren da. Stürmisch waren auch unsere Emotionen - neue Arbeitsstellen wurden angetreten, freudig seinem Herzweg näher zu kommen, selber schöpferisch zu werden. Alte Arbeitsstellen wurden kritisch hinterfragt. Ist es das nun?

Dann nach einem langen Januar löste sich an Lichtmess allmählich die Spannung. Knoten lockerten sich, etwas kam ins Fliessen. 

Die Schafe begannen abzulammen, nahmen uns mit auf die mystische Reise ihrer Geburten. So durften wir vier wunderbare, heilige, teils emotionale Geburten miterleben - heissen nun fünf Lämmer auf dieser Erde willkommen, im Wissen, dass sie schon bald weiter ziehen werden. Und mit der letzten Geburt kehrt in unseren Herzen eine Stillen ein, eine tiefe Dankbarkeit breitet sich aus.

In diesen zwei Monaten wurden wir immer wieder beschenkt mit grossem Vertrauen in uns selber und ins Universum. Danke!

 

Mögen wir achtsam mit dem Leben umgehen - unserem Leben und das unserer Mitwelt.

Mögen wir achtsam auf dieser Erde gehen.

 

...und im Herzen eine Ahnung, dass die Reise weiter gehen wird...ahey