Beerenhang

Der Beerenhang liegt am Weg von unserem Haus zum Hausgarten mit dem Folientunnel. Die Vorbesitzer haben uns dort 8 Johannisbeeren, 2 Heidelbeeren, 1 Stachelbeere (plus 2 von uns im Herbst gepflanzten), 1 Haselnuss und stachellose Brombeeren  hinterlassen. Ausserdem war derHang bis jetzt mit Gras bewachsen. Da Gras ein schlechter Nachbar für Beerensträucher ist, weil sie eine starke Konkurrenz um Nährstoffe sind und den Boden nicht mit Nährstoffen anreichern, haben wir uns entschlossen, den Hang neu zu gestalten. Dabei helfen uns die Prinzipien der Permakultur (z.B. Vielfalt schaffen, Schichten und Stapeln, einen Ertrag erwirtschaften)!

 

In einem ersten Schritt wurden die Wege gebaut und mit Hasel- und Weideästen eine Begrenzung geschaffen. Danach wurden die Grassoden entfernt und teilweise in den Hügelbeeten verbaut. Die Flächen wurden mit Heu abgedeckt und da sie steil und daher schwer zu beernten sind, mit einer Samenmischung für trockene und sonnige Standorte eingesät. Ausserdem wurden Lupinen, Beinwell und Echter Steinklee zur Hangstabilisierung gesät bzw. gepflanzt.

 

Um die Heidelbeeren hanen wir ein Moorbeet geschaffen. Hierzu haben wir eine Begrenzung aus Tannenholz um die Sträucher gelegt und diese mit Holtabfällen vom Holzspalten und aus der Holzwerkstatt aufgefüllt. Damit hoffen wir saure Bodenverhältnisse zu schaffen, so dass sichdie Heidelbeeren wie zu Hause fühlen.

 

Im oberen Teil des Beerenhanges haben wir die Grassoden umgedreht auf den Flächen als Mulch liegen gelassen. Ausserdem haben wir als Bodendecker Walderdbeeren und Gänsefingerkraut gepflanzt. Die Krautschicht bilden bis jetzt Apfel- und Pfefferminze, Zitronenmelisse, Beinwell, Lungenkraut und Knoblauchsrauke. Daneben wachsen nun dort auch Etagenzwiebeln und Schlangenknoblauch.

Diese Pflanzen haben wir auf unserem Grundstück gefunden, ausgestochen und dort gepflanzt oder aus dem Garten umgepflanzt.

 

Im Gewächshaus warten noch folgende Pflanzen darauf, in den Beerenhang gepflanzt zu werden:

Winterheckenzwieben, Schnittknoblauch, Glockenblumen, Wundklee, Gemüsemalve, Wilde Bete, diverese Minzen (Agastasche, Poleiminze, Amerikanische Minze, Asiatische Minze), Muskatellersalbei,Teefenchel, Guter Heinrich, Junkerlilie, Zitronenmonarde, Färberkamille, Süssholz, Krapp, Maca, Tagetes (Gewürz- und Färbertagetes), Wilder Ingwer.

 

Bei der Auswahl haben wir darauf geachtet, dass die Pflanzen essbar sind (als Gemüse, Tee, in Salaten), den Boden mit Stickstoff anreichern können (Stichwort N-Fixierung), gute Nektarpflanzen sind, den Hang mit ihren Wurzeln stabilisieren können oder zum Färben von Wolle genutzt werden können.

 

Wir hoffen nun, dass die Pflanzen gut anwachsen (trotz der derzeitigen Trockenheit) und uns die nächsten Jahre mit reicher Ernte direkt hintern Haus versorgen werden.